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Hundesteuersätze im Bundesvergleich

Das Thema Hundesteuer sorgt in Hundehalterkreisen regelmäßig für hitzigen Gesprächsstoff. In der Tat kann man durchaus diskutieren, weshalb das öffentlich-rechtliche Gemeinwesen nur die Haltung von Hunden  besteuert wird und nicht auch das Halten anderer Haustiere. Meines Erachtens kann man durchaus der Ansicht sein, dass da eine Ungleichbehandlung vorliegt und u.a. der grundgesetzlich verankerte Gleichheitssatz, wonach wesentlich Gleiches rechtlich gleich und wesentlich Ungleiches seiner Eigenart entsprechend rechtlich ungleich zu behandeln ist sowie das Willkürverbot (Gleiches darf nicht willkürlich ungleich behandelt werden), nicht beachtet wird. Aber bekanntlich können drei Juristen ja zu fünf unterschiedlichen Ansichten gelangen. Da ich die Steuerpflicht für Hunde wohl nicht ändern kann (ungewisse und kostenintensive Musterprozesse will ich nicht führen und bisherige Versuche, die Hundesteuer zu beseitigen waren, z.B. durch Dr. Elmar Vitt -wenn auch nur aus formalen gründen- bereits erfolglos), habe ich mich damit abgefunden. Mit 70 Euro Hundesteuer pro Jahr ist die Kostenlast in meiner Gemeinde auch noch eher im unteren Bereich im Bundesvergleich. Am Teuersten ist es aktuell in Mainz, wo pro Jahr für den ersten Hund 186 Euro Hundesteuer fällig werden. Am Günstigsten ist es in der Gemeinde Windorf, die auf Hundesteuer verzichtet. Übrigens handelt es sich um eine Steuer, so dass es auf eine Gegenleistung der Gemeinde bzw. des Staates gerade nicht ankommt und die Steuer auch sachfremd verwendet werden kann, dies ist also kein wirkliches (juristisches) Argument gegen die Hundesteuer.  Die Stiftung Warentest hat aktuell einmal die jeweiligen Steuersätze im Bundesvergleich ermittelt und auf einem schönen Schaubild dargestellt.

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4 Gedanken zu “Hundesteuersätze im Bundesvergleich

    • 297 Euro pro Jahr ist schon eine ganze Menge. Kostet der zweite Hund genausoviel wie der Erste oder ist das etwas günstiger?

  1. Da liege ich ja mit 68€ gar nicht so schlecht.
    Echt bei uns gibt es sehr viele Spender für kotbeutel.
    ( leider benutzen die nicht alle Hundebesitzer)
    Liebe Grüsse Sylvia

  2. Da können wir ja mit 46€ im Jahr nicht jammern!
    Bei uns stehen viele Hundekottütenspender und wir haben in einem 35.000 Einwohner Ort ca. vier eingezäunte und gepflegte große Hundewiesen. Wir können uns zur Zeit nicht über die Hundesteuer beschweren. Allerdings würden wir es für gut heißen, wenn jeder Hund egal welcher Herkunft oder Rassegeschichte das Gleiche zahlt. Hier herrscht defintiv ein Ungleichgewicht.
    Beste Grüße
    Sophia und Joko

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