Review

Fränkische Schweiz 2014 – Teil I/II

Fränkische-Schweiz-BaumDieses Jahr waren Filou und ich wie jedes Jahr seit 2011 wieder dabei, als die Hundeschule Aschaffenburg zum viertägigen Trainingslager vom 01.05. bis 04.05.2014 aufrief. Da es diesmal in die Fränkische Schweiz gehen sollte, die ich noch nicht kannte und ich schon einiges Vielversprechendes von der Region gehört hatte, habe ich mit der Buchung nicht lange abgewartet.

Kurzentschlossen sind Filou und ich bereits einen Tag früher zu unserem Hotel „Goldener Stern“ in Muggendorf angereist und hatten so Gelegenheit, bereits vorab mit einem weiteren Teilnehmerpaar, das bereits einen Tag früher anreiste, die Gegend ein klein wenig zu erkunden und den Wellnessbereich des Hotels in Ruhe zu genießen. Die darauf folgenden Tage sollte dafür keine Zeit mehr sein, da sich unser Trainerpaar Iris und Angelika tatsächlich tagfüllende Programme für uns ausgedacht hatten. Glücklicher Weise hatten wir auch an allen Tagen mehr oder weniger schönes Wetter und keinen Regen, obwohl uns das ausnahmslos jede Wettervorhersage prophezeite. Also im Vorfeld nie von Wetterprognosen beirren lassen, die können stimmen, müssen aber nicht; aber vielleicht ist das auch auf den „Sonnentanz“ zurück zu führen, aber dazu später mehr.

Am ersten Tag haben wir uns zu einem Aufwärm-Spaziergang mit einigen kleineren Mensch-Hund-Übungen in und um Bamberg getroffen und es wurde bereits deutlich, weshalb die Region „Fränkische Schweiz“ heißt und dass gerade bei feuchtem Wetter mit teils schwieriger begehbaren Auf- und Abstiegen im Gelände zu rechnen ist, auch wenn die Klassifizierung im Wanderführer „leicht“ sagt. Nach den ersten Schritten und Übungen sind wir in dem sehr schönen Hotel-Cafe Bergschlösschen eingekehrt und wurden neben Getränken, Eis und Kuchen mit wunderbarer Aussicht über Bamberg und kurzzeitig mit wärmender Sonne belohnt.

Nachmittags haben wir uns nochmals in Muggendorf an der Wiesent getroffen und einige weitere Übungen mit den Hunden gemacht und zur allabendlichen „Auswertung“ mit der Videokamera aufgezeichnet. Besonders interessant und für uns Menschen zumindest lustig war die Aufgabe, unseren Hunden einen roten Clowns-Hut auf den Kopf zu setzen. Obwohl ich Filou schon oft eine meiner Mützen aufgesetzt habe und er dies ohne weiteres und in Regungslosigkeit verfallend über sich ergehen ließ, habe ich es diesmal nicht geschafft, ihm den Hut aufzusetzen. Insgesamt war die Quote derer, die es geschafft haben und derer, die ebenfalls gescheitert sind, ausgeglichen.

Vorsfränkische-schweiz-2014-filous-hundeblog (24)orglich wurde am ersten Tag gleich noch ein Sonnentanz veranstaltet, der offenbar auch Wirkung zeigte, denn es blieb die ganzen Tage über tatsächlich trocken.

Am zweiten Tag ging es mit der Gruppe in den Wildpark Hundshaupten im gleichnamigen Ort. Hier ging es unter anderem darum, die Hunde mit den Wildtieren zu konfrontieren und deren Verhalten zu beobachten und zu kontrollieren, gerade bei Hunden mit ausgeprägterem Jagdtrieb. Da eine Gruppe von Ziegen im Eingangsbereich des Wildparks frei herum lief, konnten wir dies besonders gut üben. Aber keine Sorge, Iris und Angelika haben darauf geachtet, dass Hund und Ziegen ausreichend Abstand hielten, dass für keinen zu großer Stress oder gar Gefahr entstehen konnte. Eindrucksvoll waren die zwei alten Wölfe, die im Wildpark derzeit ihr Gnadenbrot erhalten Nach deren Tod soll ein neues Rudel in das Gehege zusammengebracht werden, da eine Ansiedlung bei den verbleibenden Wölfen kaum gut gehen würde. An dem Wolfsgehege haben wir uns alle ruhig verhalten und die Wölfe beobachtet und umgekehrt. Das war vorbei, als Sherry am Zaun entlang geführt wurde und der alte Leitwolf Sherry offenbar für einen Wolfskonkurrenten hielt und einen Angriff startete, was beeindruckend zu beobachten war, vor allem abends auf Video, da vor Ort doch alles recht schnell ging. Der Wildpark gehört zu den Schönsten, die ich bislang erlebt habe und ist in jedem Fall einen Besuch wert. Meine Lieblingstiere waren allerdings nicht wie vielleicht zu erwarten wäre die bereits sehr in die Jahre gekommenen beiden Wölfe, sondern der Luchs und das Wollschwein.

Was sich am dritten und vierten Tag alles ereignete, kommt demnächst in Teil II

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