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Abhanden gekommener Hund

Für die meisten Hundehalter dürfte das eine Katastrophe sein, da gibt man seinen Hund einige Tage in dritte Hände und wenn man ihn zurück haben möchte, gibt die dritte Person den Hund einfach nicht wieder heraus. Was dann tun?

In einem Fall, den das Amtsgericht München (Beschluß v. 05.04.2012, Az. 173 C 8666/12) zu entscheiden hatte, versuchte die Eigentümerin des Hundes, die Herausgabe durch den Erlass einer einstweilige Verfügung. Das Amtsgericht München entschied jedoch, dass ein Fall für eine einstweilige Verfügung aus mehreren Gründen nicht vorliege. Es liege nicht die erforderliche Dringlichkeit vor und die einstweilige Verfügung würde die Hauptsache vollständig vorwegnehmen, was nicht zulässig sei. Die Entscheidung des AG München mag vertretbar sein, ich bin jedoch der Ansicht, man hätte hier auch durchaus anders entscheiden können, aber nicht umsonst heißt es, dass man auf See und vor Gericht in Gottes Händen ist. Ich wage die Vermutung anzustellen, dass der entscheidende Richter kein Hundehalter ist. Wie der Fall weiter verlief, wird leider nicht mitgeteilt.

Ich selbst würde in so einem Fall vermutlich auch andere Wege als den Rechtsweg einschlagen. Zum Glück sind solche Fälle wohl eher selten und wünsche jedem Tierbesitzer, dass ihm sein tier weder so noch auf andere Weise „abhanden“ kommt.

[gefunden bei RA Detlef Burhoff]

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