Unterwegs

Trainingslager 2011

Wie ich schon mal anklingen liess, war ich mit Filou vom 29.04-01.05.2011 in einem von der Hundeschule Aschaffenburg organisierten Trainingslager in Geiselwind. Tatsächlich war die Atmosphäre lustig und entspannt, was der Begriff „Trainingslager“ vielleicht nicht vermuten lässt. Untergebracht waren wir im Landhotel Geiselwind mit angeschlossenem Golfplatz, gelegen direkt gegenüber dem bekannten Autohof Geiselwind und nur einen kleinen Hundespaziergang entfernt vom Freizeitland Geiselwind. Ein gemütliches und gepflegtes kleines Hotel mit sehr gutem Essen und Trinken, das ich empfehlen kann, lediglich das kostenlose WLAN ist mangels nicht vorhandener Bandbreite nicht brauchbar gewesen. Daher mussten die geplanten Blogbeiträge „live“ aus Geiselwind entfallen.

Gruppenbild

Nach der Anfahrt am Freitag Mittag haben wir das Wochenende mit einem ersten Kennenlernen und einem gemütlichen  Spaziergang, u.a. entlang des Freizeitlandes Geiselwind, mit einigen Gehorsamsübungen angehen lassen. Insgesamt waren wir 15 Menschen und 11 Hunde, vom Chihuahua (Filou war mal nicht der Kleinste), über Jack Russel, verschiedener Retriever, Schäferhund bis hin zum American Akita. Mein Höhepunkt war bei diesem Spaziergang das Affengehege des Freizeitlandes und die Reaktionen der Affen auf die verschiedenen Hunde. Während sie bspw. bei Filou (den sie vermutlich für einen Artgenossen hielten) gesammelt an den Zaun herankamen, haben sie bspw. bei Curtis, einem schwarzweissen sehr imposanten und vor Testosteron strotzenden American-Akita-Rüden, sofort den Rückzug angetreten, sind aber sofort wieder heran gekommen, wenn etwa Filou wieder an den Zaun gekommen ist. Leider schlug auf dem Heimweg das Wetter schlagartig um und die meisten von uns sind einmal klatschnass geworden. So ist Filou auch zu seiner ersten Dusche dieses Jahres gekommen, um den Matsch und Dreck schnell ab zu bekommen. Am Abend gab es ein leckeres Grill-Buffet und anschließend haben wir in unserem Seminarraum weitere Übungen gemacht und Videoaufnahmen des Tages angesehen und das Verhalten der Hunde analysiert. Besonders interessant war bspw. mit der Kamera im Raum zu beobachten, wie sich die Hunde verhalten, wenn sie in einem Raum auf eine Decke geschickt werden, vor sich ein Putenschenkel in der Ecke, bezüglich dem sie per Kommando gesagt bekommen, diesen nicht zu essen und ein unbekanntes Objekt, welches Herrchen oder Frauchen hochlobend dort hingelegt hat, ohne dass es der Hund sehen konnte und wenn Herrchen oder Frauchen den Raum dann verlässt. Bleibt der Hund liegen? Geht er an den Putenschenkel oder guckt er, was Herrchen da wohl so voller Hingabe und Freude versteckt hat? Als Trainingsraum mit Kamera wurde das Zimmer der beiden Hundetrainerinnen, Frau Franzke und Frau Dewes gewählt. Die Reaktionen waren teils sehr unterschiedlich und überraschend, wobei die Mehrzahl der Hunde den Putenschenkel am interessantesten fanden. Das insgeheim unter viel Heititai versteckte Spielzeug war dabei offenbar weniger interessant. Einige Hunde gingen auch an die Zimmertür und haben protestiert, wann man denn nun wieder raus gelassen werde. Den Vogel hat bei dieser Übung Josie abgeschossen, aber das soll als gute Story zum Erzählen auf weiteren Trainingslagern dienen. So wie auch auf dem Trainingslager 2011 viele köstliche Anekdoten von vergangenen Fahrten erzählt wurden. Frau Franzke könnte mit ihrem lustigen Erzähltalent mit den im Laufe ihres „Hundelebens“ schon erlebten Geschichten leicht ein kurzweiliges Abenprogramm gestalten. Für Frau Franzke sollte die Teilnahme an zukünftigen Trainingslagern daher verpflichtend sein.

Am zweiten Tag waren wir bei bestem Wetter unterwegs, zunächst in einem Wildpark und haben anschließend eine längere Wanderung in den Weinbergen gemacht. Natürlich haben wir auch zwischenduch geratste und uns gestärkt. Ein wundervoller Sonnentag mit Hunden.

Den Sonntag haben wir nach dem Frühstück mit einem Parcours und anschließendem Besuch einer Hundeausstellung im Autohof Geiselwind ausklingen lassen. Bei der Hundeausstellung waren viele Prager Rattler zugegen, die etwas kleiner sind, sonst aber sehr an Filou erinnern. Die Hundeausstellung war insoweit interessant, als man einmal Hunderassen sieht, denen man sonst kaum begegnet, ansonsten ist das aber eine recht langweilige Veranstaltung gewesen, wohl auch für die Züchter, die anscheinend überwiegend den ganzen Tag wartend rumgesessen haben, um ihren Hund vielleicht zwei- dreimal am Tag einige Minuten zu präsentieren, wer züchten will, muss das aber wohl über sich ergehen lassen. Auch die Räumlichkeiten ohne richtiges Tageslicht haben vielleicht zu dem eher tristen Ambiente beigetragen.  Aber das soll keine Kritik an der Planung der Hundeschule sein, als „Tagesordnungspunkt“ zum Abschluss der Reise war das eigentlich ideal und für mich, der das erste Mal eine solche Ausstellung besucht hat, in jedem Fall eine Erfahrung.

Ich hoffe sehr, es wird nächstes Jahr wieder ein solches Trainingslager mit einer so guten Gruppenkonstellation geben, wenn nichts dazwischenkommt, bin ich mit Filou wieder dabei, vorausgesetzt Frau Franzke und Frau Dewes, die einfach alles wunderbar und souverän geleitet haben,  sind auch wieder mit von der Partie.

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